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Interview

„Gemeinsam schaffen wir das“

Holger Grauer geschäftsführender Gesellschafter der aixit GmbH im Interview in der Corona-Zeit.

Holger, die Corona Krise sorgt ja täglich für Neuerungen in der Welt. Wie erlebst Du persönlich diese Zeit?
Erstmal wahrscheinlich genauso dramatisch und ungläubig wie alle anderen da draußen auch.
Ich bin mit 40 Jahren definitiv noch nie einer solchen Situation gewesen und so geht es ganz, ganz vielen Leuten.
Keiner weiß so richtig wie es weitergeht. Man muss jetzt jeden Tag aufs Neue schauen, was wir hier eigentlich für Herausforderungen als Gesellschaft haben und wie jeder seinen kleinen Beitrag leisten kann, dass wir die ganze Krise überwinden und wieder nach vorne schauen können

Als die Corona Maßnahmen anfingen warst Du ja im Ausland - wie war die Situation für Euch?
Das war ziemlich seltsam. Da wir letztes Jahr durch den Umzug der aixit keinen Urlaub machen konnten, wollten wir das jetzt mit einer Schiffsfahrt Richtung Norwegen nachholen.
Dann haben sich plötzlich die Ereignisse von Tag zu Tag überschlagen. Ab dem 3. Tag durfte keiner mehr an Land und dann kam auch schnell die Meldung, dass es direkt ohne Zwischenstopp zurück nach Hamburg geht. Es war da schon sehr spürbar, wie die Krise auch die Reisebranche treffen wird.
Zurzeit sitzen wir noch in 14-tägiger Heim-Quarantäne mit täglichem Fiebermessen, als Sicherheitsmaßnahme vom Gesundheitsamt. Aber es geht uns gut und alle sind gesund.

Und wie hat sich dein beruflicher Alltag dadurch verändert?
Ich muss natürlich noch mehr organisieren und bin deutlich weniger im operativen Bereich tätig.
Da ich generell die meiste Zeit im Homeoffice arbeite, hat sich gar nicht so viel verändert und wir mussten hier nicht erst die Technik für funktionierendes Arbeiten von zuhause aufbauen. Es ist also ähnlich wie vorher, allerdings vermisse ich meine regelmäßigen Besuche im Rechenzentrum Frankfurt schon sehr.

Inwieweit ist ein RZ-Betreiber wie aixit von Corona betroffen?
Da wir für unsere Kunden ja rund um die Uhr erreichbar sein müssen, stellen uns die Ausgangsperren und Corona Gebote natürlich auch vor eine gewisse Herausforderung.
Wir haben schon sehr früh angefangen, dass Thema „social distancing“ für uns umzusetzen und die Schichtpläne so geändert, dass die Mitarbeiter möglichst wenig Kontakt mit Kunden und Kollegen haben. Dabei darf die Service Qualität natürlich nicht leiden. Das klappt bis jetzt sehr gut und auch die Kunden haben Verständnis, dass die Besetzung der Techniker vor Ort runtergefahren wurde und dass die Zutritte im RZ auf ein Minimum beschränkt werden.
Gleichzeitig versuchen wir natürlich auch technisch die Challenges dieser Zeit für und mit den Kunden zu lösen. So erarbeiten wir zurzeit mit vielen aixit-Kunden, wie Sie problemlos auf Homeoffice umstellen und wie wir dabei helfen können.

Du bist ja immer sehr optimistisch. Siehst Du auch positive Effekte in dieser Zeit?
Es ist natürlich auch eine große Chance für die IT-Branche. Die Digitalisierung wird sicherlich durch die Krise die nächsten Schritte gehen. Das sieht man ja gerade an vielen Firmen, die sich so aufstellen, dass Sie andere, digitale Arbeitsweisen in Ihrem Business implementieren. Das ist zumindest etwas Positives.

Eine schwierige Frage: Kannst Du schon abschätzen wie es weitergeht.
Wie alle anderen auch habe auch ich natürlich keine Glaskugel. Die Einschränkungen sollen ja noch knapp drei Wochen, bis zum 21.04.2020, gehen. Dann wird es sicher früh genug weitere Entscheidungen von der Politik geben.
Wir sind soweit vorbereitet, dass das durchaus länger dauern kann. Wir werden weiterhin unseren Beitrag leisten und auch Partner unterstützen gemeinsam durch diese Zeit zu kommen.

Noch ein Wort an Kunden und Freunde?
Gerne würde ich den Appell an die Leser richten wie wichtig es ist zu Hause zu bleiben und dort die lokale Wirtschaft zu unterstützen.
Gerade die Sportvereine haben es schwer und liegen mir sehr am Herzen. Wir sind ja Partner von den FRAPORT SKYLINERS und den Uni Baskets Paderborn und diese Clubs stecken gerade, wie viele anderen Vereine auch ziemlich in der Krise.
Hier versuchen wir absolut unseren Beitrag zu leisten. Wir haben beiden Clubs versprochen, dass wir unsere Verträge natürlich normal durchziehen. Des Weiteren konnten wir die Skyliners bei der Umstellung auf Homeoffice unterstützen und den Baskets haben wir die Playoff Prämie überwiesen, weil Sie zur Zeit des Liga-Abbruchs auf einem Playoff Platz standen. Das war mir persönlich sehr wichtig.
Ansonsten würde ich sagen: bleibt alle gesund und gemeinsam schaffen wir das!

Vielen Dank für das Gespräch

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